Gabriele Pauli, die bayerische Politikerin die CSU-Präsidentin werden will, hat eine neue Idee lanciert. Ehen sollen nur noch auf 7 Jahre abgeschlossen werden. Danach ist jeder Partner frank und frei sich neu zu liieren oder den bestehenden Ehevertrag zu verlängern. Aufschrei in der katholisch-konservativen Partei! Aber mal abgesehen vom Politischen: Denken wir mal liberal darüber nach. Ist es nicht so, dass gerade in moralisch stark verschlossenen Gegenden wie in jenen, wo katholisch-konservative Parteien vorherrschend sind, es schon Familien geben kann, in denen man sich nicht zu scheiden traut, obwohl man es gerne täte? Wo die konkrete Ehe als Joch empfunden wird aus welchen Gründen auch immer. Hier würde eine Lockerung der idealistischen Idee der Unvergänglichkeit der Ehe wohl schon in vielen Fällen die Lebensqualität Betroffener anheben. So gesehen ist die Idee durchaus prüfenswert. Und: Meine Frau Verena meint, sie würde gerne mit mir ständig neu Hochzeit feiern wollen. Sie liebt Feste.
Archiv für September, 2007
…lieber Bloggen
Es ist eine hektische Zeit. So hektisch, dass ich kaum zum Updaten meines Blogs komme. Ein Auszug: Am letzten Freitag war ich an einer Podiumsveranstaltung in Turbenthal. Dabei ging es um den Fluglärm. Ein vierer-Podium. Zwei FUER die Initiative der SP, zwei dagegen. Im Saal fast ausschliesslich Flugzeuggegner, das heisst solche, die den Lärm nicht lieben und sich nicht Rechenschaft geben über die Zusammenhänge mit der Wirtschaft. Aber ich muss schon sagen: Als ich nach hause kam in meine Fahrweid, da störten mich plötzlich die Flugzeuge auch. So ein Lärm. Je mehr Lärm um den Lärm gemacht wird, umso lärmiger wird es, glaube ich. Am Samstag morgen dann war Couvert Klebtag. Mein Komitee half. Rührend. 1800 Couverts sind jetzt versandt worden. Am Nachmittag dann ein Lauf in Affoltern am Albis. 12 Km. Bin zufrieden mit meiner Leistung obwohl der Wahlkampf das Tempo schon ein wenig reduziert hat. Am Abend dann der Gewerbeverein Oetwil Geroldswil. Gemütliches Grillieren. Und am Sonntagmorgen der Brunch auf dem Altberg, oberhalb Geroldwil. Dabei hier auch die beiden Ständeratskandidaten und viele weitere Nationalratskandidaten der Region. Im Zwiegespräch merkt man sofort: Es gibt eine Politik A und eine Politik B. A ist das Gestürm in den Medien – zB über die diversesten Geheimpläne und Gegenpläne, die niemanden wirklich interessieren und vor allem niemanden wirklich betreffen. Und B dann das Reale. Die Direktgespräche mit den Menschen. Ueber die wahren Themen, die sie betreffen: Arbeitslosigkeit, Gesundheitskosten, Kriminialität Zukunft der Schweizer Wirtschaft und so weiter. Wahrscheinlich sollte man die Zeitungen nicht mehr ganz so ernst nehmen. Oder nicht mehr so lange darin lesen und dafür besser mit den Menschen reden – oder bloggen.
