Da hatte ich also nun am 2. Oktober 2007 dieses Panelgespräch das meine Partei, der Freisinn, freundlicherweise organisieren half. Echt lieb, die Kumpanen. In der Zeitung stand zwei Tage später natürlich wie es wirklich war. Das ist immer so. Es gilt das veröffentlichte Wort. Was nicht veröffentlicht ist, wurde nicht gesagt. So haben die Mitbürgerinnen und Mitbürger die nicht da waren nicht erfahren, dass ich eine Attacke ritt gegen die SRG zum Beispiel oder wie ich die Interessen des Limmattals hinter den Kulissen im Bundeshaus einbringen würde. Aber da ich ja selber zu lange Journalist war, weiss ich wie schwer das ist. Du musst sieben Leute covern und hast nur 100 Zeilen – mehr gibt Dir Dein Vorgesetzter nicht und jetzt mach mal das Beste draus. Wenn Du es da schaffst, wenigstens eine ausgeglichene Mürrigkeit bei den Beschriebenen auszulösen, hast Du Deine Aufgabe zumindest halbwegs erfüllt. Aber dann kam die Sache des Schlussatzes in der Zeitungsreportage mit dem Wein. Wir hätten der lieben Frau Girsberger nicht mal Wein aus der Region überreicht, sondern welchen aus Spanien. Das tat echt weh. Weil es natürlich stimmt. Als bundesdiplomatisch Erfahrener muss ich zähneknirschend (es bröselt schon) zugeben, dass mir das schlicht echappiert ist. Ich habe lediglich Frau Girsberger gefragt was sie gerne habe und sie sagte, sie fahre nach Spanien in die Ferien jetzt dann gleich und da passe eigentlich Rotwein aus Spanien besser als der obligate Blumenstrauss. Und schon haben wir den Salat. Wir hätten natürlich überhaupt gar nichts fragen sollen und der Frau Moderatorin am Ende der Veranstaltung einfach mit breitem Freudenstrahlen roten und weissen Weiniger ans Herz drücken sollen. Ich gebe es gerne zu und verspreche, mich zu bessern. Jetzt weiss ich wenigstens ganz ganz genau, weshalb ich am 21. Oktober wohl doch zu wenig Stimmen erhalten werde um für die Zukunftspartei FDP in den Nationalrat einmarschieren zu können. In vier Jahren aber, ja dann werde ich es wissen. Uebrigens. Wiessen Sie was? Sie sollten auch bloggen, wenn Sie ein schlechtes Gewissen loswerden wollen. Es hilft wirklich. Judihui. Und noch etwas: Wussten Sie, dass der Weininger Wein immer besser wird? Sehen Sie selbst. Hier sind Bilder und Links. Jetzt ist mein Gewissen noch leichter als die Leichtigkeit des Seins.